Gemeinderat Möser, Ortschaftsräte Hohenwarthe und Körbelitz

Unsere Kandidatinnen und Kandidaten für den Gemeinderat Möser sowie den Ortschafträten Hohenwarthe und Körbelitz

Gemeinderat Möser

Stefan Schweigel

Jahrgang 1981

Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen / Bauinformatik

»Möser soll grün bleiben – und grüner werden! Durch intransparentes Verwaltungshandeln und Gleichgültigkeit einiger Gemeinderäte gab es in der Gemeinde Möser einige Fehlentscheidungen, z. B. die Pläne zum Ausbau von Freiflächenphotovoltaik, die über die Köpfe der Einwohner hinweg entschieden werden sollten.

Diesen Entwicklungen möchte ich durch eine offene Dialogkultur, die Politik verständlich erklärt, entgegen wirken und damit Entscheidungen des Gemeinderats transparent machen, um alle Bürger mitzunehmen.

Derzeit sitze ich als Sachkundiger Einwohner im Bau- /Umwelt- /Verkehrsausschuss«

Folgende Schwerpunkte möchte ich gerne im Gemeinderat Möser umsetzen:

Bauen, Wohnen und Umwelt
Wenn Möser grün bleiben soll, darf es für neue Wohngebiete und Freizeitanlagen keine Abholzung und Zerstörung von Wald mehr geben. Stattdessen sollen unbebaute Gemeindegrundstücke vorrangig ökologischen Funktionen dienen, also z. B. mit heimischen Gehölzen bepflanzt oder Blühwiesen anlegt werden. Dazu gehört auch, dass vor der Ausweisung von neuen Baugebieten zuerst eine Innenbereichsverdichtung stattfinden muss und keine weitere Zersiedelung der Landschaft, wie sie jetzt geplant ist, dadurch könnten auch innerörtliche Schandflecken bzw. lang leerstehende Häuser reduziert werden.

Um Oberflächenwasser gezielt zurückzuhalten und Versickerungsmöglichkeiten zu schaffen, setze ich mich für die Schaffung von Rückhaltebecken, die Renaturierung von Gewässern ein. Regenwasser muss dort versickern, wo es anfällt um zukünftigen Trockenperioden entgegenzuwirken (Schwammstadt / Schwammlandschaft).

Neue Baugebiete sollen in nachhaltiger Bauweise ausgeführt werden, um den ökologischen Fußabdruck unserer Wohngebäude zu minimieren, dazu gehören u. A.: Photovoltaik auf Neubauten, Verzicht auf Schottergärten, Hecken aus heimischen Gehölzen statt sterilen Gabionen-Zäunen bzw. Sichtschutzzäunen mit Kunststoffbändern ohne ökologischen Wert für Vögel und Kleintiere wie z. B. Igel.

Desweiteren sollen neue Baugebiete verstärkt auf Mehrfamilienhäuser und Mehrgenerationenwohnen ausgerichtet werden, so dass kleinere Wohnungen für Senioren sowie auch größere, familienfreundlichere Wohnungen in der Gemeinde für breite Einkommensschichten verfügbar sind. Daher wird die Gründung und der Ausbau von genossenschaftlichen Wohnprojekten befürwortet.

Die Ansiedlung von Intel wird auch auf die Gemeinde Möser Auswirkung haben. Hier sind neue Konzepte erforderlich, so dass sich die Gemeinde nicht zur reinen „Schlafstadt“ entwickelt.

Mobilität und Verkehr
Die Gemeinde Möser hat kein Verkehrskonzept und ist stark autozentriert. Für Kinder, Fahrradfahrer, Fußgänger und mobilitätseingeschränkte Personen gibt es teils sehr gefährliche Verkehrssituationen. Es fehlt derzeit an einer Übersicht der Problemstellen, einer Zieldefinition und einem ganzheitlichen Lösungskonzept. Ich möchte das ändern und zu mehr Verkehrssicherheit in der Gemeinde beitragen. Dazu gehören u. A. ein durchgängiges Radwegeverkehrskonzept und die Ausweisung von mehr verkehrsberuhigten Zonen („Spielstraßen“).

Der ÖPNV (Busverkehr) ist im Landkreis nur auf den Schülerverkehr ausgerichtet und für Alltagsnutzer unattraktiv! Es fehlen Schnittstellen zwischen Bus und Bahn und attraktive Verbindungen, um die Bahn nach Magdeburg, Burg und in den Großraum Berlin ohne lange Wartezeiten zu erreichen. Dazu gehört der Halt der Bahnlinie “RE 1” in Möser und der Ausbau des Bahnhofs Möser zu einer Schnittstelle mit Fahrradboxen, einer Bushaltestelle (einen P+R-Parkplatz gibt es dort schon) und eine Integration in einen Busfahrplan, mit dem alle Ortschaften in sinnvoller Zeit erreicht werden können.

Energie
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist zum Erreichen der Klimaziele unabdingbar. Das darf aber nicht dazu führen, dass in der Gemeinde Möser Lebensqualität verloren geht. Die geplanten Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen müssen mit Augenmaß geplant werden: Es darf keine großflächig eingezäunten Gebiete geben, die unser Landschaftsbild zerschneiden. Stattdessen sollte verstärkt auf Argi-Photovoltaik gesetzt werden. Ich werde mich dafür einsetzen, dass die Anlagen so begrünt werden, dass sie so wenig wie möglich störend wirken.

Von den Freiflächen-Photovoltaik-Anlagen und Windkraftanlagen müssen auch die Einwohner der Gemeinde profitieren. Dazu werde ich mich für Bürgerstromprojekte bzw. die Entwicklung einer Bürger-Energie-Genossenschaft, die die Vermarktung lokaler Erneuerbarer Energien koordiniert, nach dem Prinzip “Bezahlbare saubere Energie für alle Bürger der Einheitsgemeinde” einsetzen. Dies kann z. B. durch Rückübertragung des Stromnetzes auf die Gemeinde und Betrieb durch die Gemeinde erreicht werden.

Die anstehende kommunale Wärmeplanung darf nicht nur ein zahnloses Papier sein, Sie muss echten Mehrwert für die Einwohner bringen, so dass die zukünftige Versorgung mit bezahlbarer Energie langfristig gesichert ist.

Haushalt und Finanzen
Ich stehe für eine solide Haushaltspolitik! Die Gemeinde kann sich nur Dinge leisten, die sie auch finanzieren kann, ohne nachfolgende Generationen mit erheblichen Schulden zu belasten. Hier gab es in den letzten Jahren eine massive Fehlentwicklung, so dass sich mit dem Haushaltsentwurf 2024 eine Verschuldung von ca. 10 Millionen Euro ergibt, die die Handlungsfähigkeit stark einschränken wird. Man wird zwangsläufig darüber reden müssen, wie die Einnahmenseite erhöht werden kann.

Ein großer Kostenblock sind die Kitas und der Hort. Ich möchte eine transparente Kalkulation der Elternbeiträge für Kitas und Hort erreichen, so dass für die Eltern die absehbaren Kostensteigerungen langfristig planbar sind und nicht, wie letztes Jahr geschehen, die Kosten plötzlich erhöht werden. Die Umlegung der Kosten sollte nach sozialen Kriterien erfolgen.

Das ehrenamtliche Engagement der Vereine in der Gemeinde Möser kann nicht hoch genug geschätzt werden, daher wird es mit mir keine Kürzungen in diesem Bereich geben.

Auf allen gemeindeeigenen Gebäuden sind die Dächer vollständig mit Photovoltaik-Anlagen zu belegen. Durch Verpachtung der Dachflächen entstehen der Gemeinde keine Kosten und es werden sofort Einnahmen generiert bzw. Stromkosten eingespart.

Zusätzlich zu den Schwerpunkten aus dem Gemeinderat Möser stehe ich im Ortschaftsrat Körbelitz für folgende Punkte:

Mit mir wird es keine Schließung der Kindertagesstätte „Regenbogen“ Körbelitz bzw. Verlagerung nach Lostau geben!

Der Pietzpuhler Weg ist in sehr schlechtem Zustand und steht vor der Unbenutzbarkeit. Aktuell ist nur der Ausbau des Gehwegs und der Randbereiche geplant (was schon seit 2010 hätte angegangen werden sollen!). Ich setze mich für einen ordnungsgemäßen Ausbau dieser Straße ein. In diesem Zusammenhang möchte ich auch für eine Geschwindigkeitsreduzierung (mindestens „Zone 30“) und Regelung der Parksituation im Bereich Pietzpuhler und Masanscher Weg sorgen, um die Lebensqualität in diesem Teil von Körbelitz zu erhöhen.

Der Schießplatz Körbelitz sollte zügig für Spaziergänger geöffnet und erschlossen werden.

Das Hünengrab – Wahrzeichen von Körbelitz – ist zu Fuß oder Fahrrad nicht sicher erreichbar. Hier möchte ich mit den betroffenen Akteuren eine tragbare Lösung finden.

Die Bepflanzung der Flächen am Breiten Weg sollte mit unterhaltungsarmen mehrjährigen Stauden erfolgen, keine reine Saisonbepflanzung, die immer wieder erneuert werden muss und damit regelmäßig Kosten verursacht.

OH sunflower

Sebastian Quatz

Jahrgang 1980

Speditionskaufmann

Ortschaftsrat Hohenwarthe

OH sunflower

Sebastian Quatz

Jahrgang 1980

Speditionskaufmann

Ortschaftsrat Körbelitz

Stefan Schweigel

Jahrgang 1981

Dipl.-Ing. Bauingenieurwesen / Bauinformatik

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